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Über das Projekt

Geschichte hat mich schon immer fasziniert. Vor etwa zehn Jahren begann ich, mich intensiver mit meiner Geburtsstadt Stuttgart zu beschäftigen – einer Stadt, in der ich seit meiner Kindheit viel Zeit verbracht habe und zu der ich eine besondere Verbindung habe.

Aus dem wachsenden Interesse an ihrer Geschichte entstand schließlich der Wunsch, noch tiefer einzutauchen. Ich absolvierte eine Ausbildung zum Stadtführer und beschäftigte mich zunehmend mit historischen Orten, Gebäuden, Bildern und den Geschichten dahinter. Für regelmäßige Stadtführungen fehlte mir neben Beruf und Alltag jedoch die Zeit. Also suchte ich nach einem anderen Weg, mich weiterhin mit Stuttgart und seiner Geschichte zu beschäftigen – und gleichzeitig andere Menschen daran teilhaben zu lassen.

Vor knapp vier Jahren entstand daraus die Facebook-Gruppe „Stuttgart im Wandel der Zeit“. Was zunächst als Möglichkeit begann, historische Bilder und Geschichten zu teilen, entwickelte sich zu einer lebendigen Gemeinschaft. Heute sind dort mehr als 12.000 Menschen dabei, die mitdiskutieren, eigene Erinnerungen beitragen, Fragen stellen und gemeinsam längst vergangene Seiten Stuttgarts wieder sichtbar machen.

Dabei geht es bewusst nicht nur um einzelne Bauwerke oder berühmte Ereignisse. „Stuttgart im Wandel der Zeit“ beschäftigt sich mit ganz unterschiedlichen Facetten der Stadtgeschichte: mit bekannten und vergessenen Orten, dem Alltag früherer Generationen, Veränderungen des Stadtbildes, persönlichen Erinnerungen und den vielen kleinen Geschichten, die Stuttgart geprägt haben.

2026 kam der Instagram-Kanal hinzu und damit eine weitere Möglichkeit, historische Aufnahmen, Damals-und-Heute-Vergleiche und Geschichten rund um die Stadt einem größeren Publikum zugänglich zu machen.

Im selben Jahr entstand der Wunsch, aus dem digitalen Projekt auch etwas zum Anfassen entstehen zu lassen – ohne dabei auf die Möglichkeiten des Digitalen zu verzichten. Daraus entwickelte sich die Idee für den historischen Kalender „Stuttgart um 1900 – Historischer Kalender 2027“: ein Printprodukt, das historische Fotografien mit digitalen Inhalten verbindet. Über QR-Codes führen die Motive weiter zu Hintergrundgeschichten, Damals-und-Heute-Vergleichen und Hörmomenten.

Der Kalender ist damit nicht das Ende des Projekts, sondern ein weiterer Weg, Stuttgarter Geschichte erlebbar zu machen – analog und digital, zum Anschauen, Entdecken, Erinnern und Weitererzählen.

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